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Adress- und Telefonbücher
Einwohnerbuch der Stadt Eisleben 1922
Telefonbuch Eisleben 1983
Eisleber Chronik
0944 - erste urkundliche Erwähnung Eislebens
1180 - Eisleben wird erstmals Civitas (Stadt) genannt
1215 - Mansfelder Grafen erhalten das Bergrecht
1409 - erstes Rathaus aus Stein erwähnt
1483 - Martin Luther geboren (10. November)
1498 - große Teile der Stadt brennen nieder / Mansfelder Grafen gewähren fünf
Jahre Steuerfreiheit, um die flüchtenden
Eisleber zum Bleiben und zum
Wiederaufbau zu bewegen
1521 - Kaiser Karl V. erlaubt Eisleben einen dritten Markt, den Ochsenmarkt.
Der Markt entwickelt sich Ende des 19. Jahrhunderts zur "Eisleber Wiese"
1525 - Mansfelder Grafen bekennen sich zur Reformation
1554 - Mansfelder Grafen schließen 21 von 87 Schächten und senken die Löhne
1558 - Beginn lang anhaltender Unruhen unter den Bergleuten
1589 - Arbeitskräftemangel bedroht Mansfelder Bergbau
1601 - größter Brand der Eisleber Stadtgeschichte
1628 - Wallensteins Truppen verwüsten die Stadt
1636 - die Schweden verwüsten die Stadt
1689 - Luthers Geburtshaus brennt nieder / Es wird wieder aufgebaut.
1743 - im Norden Eislebens wird Braunkohle entdeckt
1774 - Friedrich Koenig, der Erfinder der Druckmaschine, wird in Eisleben geboren
1798 - Gründung der Eisleber Bergschule
1832 - Befestigung der Eisleber Straßen beginnt
1849 - Ersterscheinen der "Eisleber Zeitung"
1853 - der Wilderbach wird erstmals "Böse Sieben" genannt
1863 - Baubeginn der Eisenbahnstrecke Halle/Saale-Kassel
1866 - Aufnahme des Eisenbahnverkehrs zwischen Eisleben und Nordhausen
1867 - Eisleben erhält Gasbeleuchtung
1892 - im Zusammenhang mit dem intensiven Bergbau sinkt der Wasserspiegel
des nahe gelegenen Salzigen Sees / 440 Eisleber Häuser werden durch
daraus resultierende Erdsenkungen beschädigt
1900 - Start der elektrischen Kleinbahn zwischen Eisleber und Hettstedt
1933 - Eisleber Blutsonntag / Nazi-Überfall fordert vier Todesopfer
1943 - Lenindenkmal, Kriegsbeute aus Russland, trifft in Eisleben ein und soll
eingeschmolzen werden
1953 - Gründung des Thomas-Müntzer-Theaters (heute Landesbühne)
1960 - Eingemeindung Helftas (Klosterstandort)
1995 - bei Grabungen werden Reste der ältesten Stadtbefestigung aus dem
11. Jahrhundert gefunden
Der Postschatz von Unterrißdorf
Der von 1910 bis 1960 betriebene Dittrich-Schacht (seit 1951 Fortschrittschacht II)
wurde um das Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 zu einem Ort von höchstem
Interesse. Der Grund: Aus dem Berliner Postmuseum wurde der Reichspostschatz, zu dem
auch zwei Mauritiusmarken gehörten, im Stollen versteckt. Doch die Amis, die am
13. April 1945 marodierend durch Eisleben zogen, bekamen das Geheimnis spitz. Sie
bargen den 380 Meter unter der Erde liegenden Millionenschatz und raubten ihn.
Als die für Deutschland verloren geglaubte Sammlung 1949 der Hauptpostverwaltung
der Trizone in Wiesbaden übergeben wurde, waren die wertvollsten Stücke
nicht darunter. Als ein Amerikaner 1976 unter anderem die zwei Mauritius-Marken zum
Verkauf anbot, wurde erstmals bekannt, wo die Stücke abgeblieben waren. Erst 1990
ging der Schatz an die Deutschen zurück. Auf einer Briefmarkenmesse am 28. November
1990 in Deutschland waren die Prunkstücke zu bestaunen.
Weltweit erster Passagierflug über den Atlantik endet in Bischofrode
Es ist der 6. Juni 1927. In dem kleinen Dorf Bischofrode bei Eisleben herrscht
helle Aufregung. Im Morgengrauen ist ein Flugzeug mit der Aufschrift "Columbia"
auf einem nahe gelegenen Acker gelandet. Clarence D. Chamberlain (Pilot) und
Charles A. Levine (Präsident der Columbia-Fluggesellschaft) steigen aus.
steigen aus. Die Maschine war in New York gestartet und mehr als 43 Stunden unterwegs
gewesen. Der eigentliche Zielort - die Reichshauptstadt Berlin. Doch der Kompass
fiel aus, der Pilot verlor den Kurs und schließlich so viel Benzin, dass er
notlanden musste. Die Bischofröder sorgten für Nachschub. Mit einem Pferdefuhrwerk
brachten sie ein Fass Treibstoff heran. Dreieinhalb Stunden nach der Notlandung
hob die "Columbia" mit Kurs auf Berlin wieder ab.
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