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Artefakte - Welt von gestern in der Region Halle Saale
Fotos: Martin Schramme / Urheberschutz / keine Verwendung ohne Nachfrage!
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letzte Änderung am 04.12.2011

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Die Region Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt war einst - neben dem Ruhrgebiet - die Industrieregion des Deutschen Reiches. Wegen der vergleichsweise langsamen Modernisierung der Anlagen und der niedrigen Reinvestitionsquote sowie der im internationalen Maßstab mittelmäßigen Arbeitsproduktivität in der DDR (1949-1990) blieben die Großbetriebe oft inklusive ihrer technischen Anlagen aus den 1920er und 1930er Jahren bis 1990 erhalten. Der massive Umbruch seit der Angliederung der DDR an die Bundesrepublik Deutschland hat aus verschiedenen Gründen die massenhafte Stilllegung dieser DDR-Wirtschaftsbetriebe bewirkt. So sind die Industriebrachen zahlreich. Wie Zeugnisse aus einer anderen Zeit stehen sie herum und verfallen und noch immer sind die Bestände beachtlich, wenn man bedenkt, dass viele Anlagen bereits abgerissen wurden (Stand: 03.2010). Neben vielen traurigen Beispielen gibt es hier und da aber auch Hoffnung und Vereine und Initiativen, die die Rettung alter Bauwerke vorantreiben. Doch es gibt noch viel zu tun, vor allem in Zeitz.

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Rosenstadt Sangerhausen (Mansfeld-Südharz)

Bahnhofsgebäude Sangerhausen (Baujahr 1963)

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

1963 wurde am Bahnhof Sangerhausen ein neues Bahnhofsgebäude errichtet. Heute steht das Objekt mit weitgehend original erhaltenem DDR-Charme unter Denkmalschutz. Besonders beeindruckend ist das große Wandmosaik in der Eingangshalle (siehe Fotos). Erschaffen wurde es von dem Maler und Grafiker Wilhelm Schmied (1910-1984). Das Wandbild zeigt das Mansfelder Land Friedensfahrer (Internationale Friedensfahrt), Genossenschaftsbauern mit einem Traktor und Maiskolben (die DDR übernahm seinerzeit die Parole des sowjetischen Staatschefs Nikita Chruschtschow vom Mais als wichtigste Kulturpflanze, der "Wurst am Stengel"), Ingenieur und Wissenschaftler, Schüler und den Bergbaus samt Kumpel, Halde, Hütte und Förderturm.

Bahnbetriebswerk (Bw) Sangerhausen

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Das Bahnbetriebswerk (Bw) Sangerhausen liegt an der Bahnstrecke Halle-Kassel. Vor 1945 gehörte es zur Reichsbahndirektion (Rbd) Kassel. Am 3.1.1947 wurde das Bw von der Rbd Halle/Saale übernommen, am 15.1.1947 aber bereits an die Rbd Erfurt weitergegeben.
Am 1. September 1865 war der erste Zug zwischen Halle und Sangerhausen gefahren.
Auf Anfrage erklärte die Pressestelle der Deutschen Bahn AG im April 2011: "Für das ehemalige Bahnbetriebswerk (Bw) Sangerhausen gibt es verschiedene Kaufinteressenten. Zur Zeit wird ein möglicher Verkauf geprüft. Diese Prüfungen und verkaufsvorbereitende Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden, so dass Anfang 2012 die öffentliche Ausbietung erfolgen kann.
Das ehemalige Bw Sangerhausen wurde bereits in den neunziger Jahren geschlossen, da die Triebfahrzeuginstandhaltung umorganisiert und auf weniger Standorte konzentriert wurde. Das hängt damit zusammen, dass auf elektrifizierten Strecken komplett auf sogenannte Wendezüge umgestellt wurde. Hier befindet sich an einem Zugende eine Lokomotive, am anderen Ende ein Steuerwagen, von dem aus die Lokomotive ferngesteuert wird. Die Strecken ohne Oberleitung werden mit modernen Dieseltriebwagen betrieben. So ist eine Behandlung der Lokomotiven und Wagen auf Unterwegs- oder Endbahnhöfen nicht mehr erforderlich. Die Werkstattkapazitäten sind in Sachsen-Anhalt für den Regionalverkehr in Magdeburg-Buckau und Halle (Saale) in der Volkmannstraße konzentriert. Für den Güterverkehr entstand vor elf Jahren ein modernes Werk in Magdeburg-Rothensee. Eine weitere Werkstatt, insbesondere für schwere Diesellokomotiven, befindet sich in Halle (Saale) in der Berliner Straße.

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Getreidespeicher an der Bahnstrecke Halle-Kassel

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Stand Anfang 2011: "Lager Sangerhausen" der GEKRA Getreide + Kraftfutter GmbH Querfurt (ein Unternehmen der Agravis Raiffeisen AG)

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