(-: Komm!
Artefakte - Welt von gestern in der Region Halle Saale
Fotos: Martin Schramme / Urheberschutz / keine Verwendung ohne Nachfrage!
Die unerlaubte Verwendung der Bilder dieser Seite kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen!
letzte Änderung am 23.08.2011

Nutzungshinweis: Alle Effekte sind nur abgesichert, wenn der aktuellste InternetExplorer benutzt wird. JAVASCRIPT muss eingeschaltet sein!

Die Region Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt war einst - neben dem Ruhrgebiet - die Industrieregion des Deutschen Reiches. Wegen der vergleichsweise langsamen Modernisierung der Anlagen und der niedrigen Reinvestitionsquote sowie der im internationalen Maßstab mittelmäßigen Arbeitsproduktivität in der DDR (1949-1990) blieben die Großbetriebe oft inklusive ihrer technischen Anlagen aus den 1920er und 1930er Jahren bis 1990 erhalten. Der massive Umbruch seit der Angliederung der DDR an die Bundesrepublik Deutschland hat aus verschiedenen Gründen die massenhafte Stilllegung dieser DDR-Wirtschaftsbetriebe bewirkt. So sind die Industriebrachen zahlreich. Wie Zeugnisse aus einer anderen Zeit stehen sie herum und verfallen und noch immer sind die Bestände beachtlich, wenn man bedenkt, dass viele Anlagen bereits abgerissen wurden (Stand: 03.2010). Neben vielen traurigen Beispielen gibt es hier und da aber auch Hoffnung und Vereine und Initiativen, die die Rettung alter Bauwerke vorantreiben. Doch es gibt noch viel zu tun, vor allem in Zeitz.

Artefakte-Legende: Allstedt, Angersdorf, Arendsee, Aschersleben, Bernburg, Bitterfeld, Dessau, Dresden, Eisleben, Erdeborn, Etzdorf, Gerbstedt, Halle, Harz Albrechtshaus | Elbingerode [NEU], Helbra, Hettstedt, Hohenthurm, Holleben, Johannashall, Klobikau, Klostermansfeld, Köchstedt, Köthen, Könnern, Krumpa, Leipzig, Magdeburg, Merseburg, Muldenstein, Oranienbaum, Ostrau [NEU], Pouch, Prora (Insel Rügen), Querfurt, Radebeul, Röblingen am See, Rothenburg an der Saale, Salzmünde, Sangerhausen, Schafstädt, Schraplau, Schierke [NEU], Schkeuditz, Schönebeck, Teutschenthal, Wansleben am See, Weißenfels, Wüsteneutzsch, Zeitz

Sonderseiten:
Bergbau im Mansfelder Land

Röblingen am See

Deutsche Reichsbahn Röblingen

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Marke an einem ausrangierten Schüttgutwaggon: G.H. Dimitrov Werke Arad
1960 Made in Rumania (Herkunft Dimitroff-Werke in der westrumänischen Stadt Arad)

Artefakte Sommer 2010 an der Bahnstrecke Halle-Kassel

Kaolinwerk Röblingen - RöKa (April bis Juli 2010 bis auf Silos abgerissen)

Foto: Martin Schramme Tor mit Betriebskürzel "Rö-Ka" (blingen / Kaolinwerk)
Foto: Martin Schramme Kaolinwerk Röblingen / Bis auf die Silos wurde im Sommer 2010 alles abgerissen.
Foto: Martin Schramme Silo an der Eisenbahnstrecke Halle-Kassel bei Röblingen (Saalekreis).
Foto: Martin Schramme Silo an der Eisenbahnstrecke Halle-Kassel bei Röblingen (Saalekreis).

Das auf dem Gelände der stillgelegten Brikettfabrik Röblingen II erbaute Kaolinwerk Röblingen (Röka) gehöte zu DDR-Zeiten zum VEB Kaolin- und Tonwerke Salzmünde. 1972 lief die Produktion an. Nach der Wende wurde das Werk stillgelegt, das Gelände eingezäunt und als Eigentum der ROMONTA (Rohmontanwachswerk) ausgewiesen. Anfang April 2010 beauftragte ROMONTA die Profil GmbH mit dem Abriss der alten Produktionshallen und Sozialgebäude mit dem Ziel, Platz für den Tagebaubetrieb zu schaffen. Bis zum Juli waren alle 24 Gebäude, mit Ausnahme des Silos, abgerissen. Dabei fielen rund 10.000 Tonnen Ziegel- und Betonbruch an, berichtete das "Mansfeld Echo" (02/2010). mehr

Wasserturm anno 1902 an der Bahnstrecke Halle-Kassel in Oberröblingen an der Weida

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme hinter dem Wasserturm fließt die Weida
Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Blick unter den genieteten Wasserbehälter

Wasserturm an der Bahnstrecke Halle-Kassel in Röblingen am See direkt an der Weida (Bach/Flüsschen): Auf einen massiven Natursteinsockel wurde 1902 für die Eisenbahn ein quaderförmiger Klinkerbau errichtet. Hinter der Dachkante des Gebäudes befinden sich - von der Seite nicht sichtbar - zwei genietete, stählerne Wasserbehälter. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Wasserturm zeitweise bewohnt. Ein tapetenartiges Pflanzenmuster war selbst noch in dem einsturzgefährdeten Gebäude im Frühjahr 2010 erkennbar.

www.händelstadt-halle.de : © 2003-2012 by M.R.Schramme