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Artefakte - Welt von gestern in der Region Halle Saale
Fotos: Martin Schramme / Urheberschutz / keine Verwendung ohne Nachfrage!
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letzte Änderung am 17.02.2012

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Die Region Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt war einst - neben dem Ruhrgebiet - die Industrieregion des Deutschen Reiches. Wegen der vergleichsweise langsamen Modernisierung der Anlagen und der niedrigen Reinvestitionsquote sowie der im internationalen Maßstab mittelmäßigen Arbeitsproduktivität in der DDR (1949-1990) blieben die Großbetriebe oft inklusive ihrer technischen Anlagen aus den 1920er und 1930er Jahren bis 1990 erhalten. Der massive Umbruch seit der Angliederung der DDR an die Bundesrepublik Deutschland hat aus verschiedenen Gründen die massenhafte Stilllegung dieser DDR-Wirtschaftsbetriebe bewirkt. So sind die Industriebrachen zahlreich. Wie Zeugnisse aus einer anderen Zeit stehen sie herum und verfallen und noch immer sind die Bestände beachtlich, wenn man bedenkt, dass viele Anlagen bereits abgerissen wurden (Stand: 03.2010). Neben vielen traurigen Beispielen gibt es hier und da aber auch Hoffnung und Vereine und Initiativen, die die Rettung alter Bauwerke vorantreiben. Doch es gibt noch viel zu tun, vor allem in Zeitz.

Ortsliste

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Allstedt, Angersdorf, Arendsee, Artern, Aschersleben, Bernburg, Bitterfeld, Dessau, Dresden, Eisleben, Erdeborn, Etzdorf, Gerbstedt, Halle, Harz, Helbra, Hettstedt, Hohenthurm, Holleben, Johannashall, Klobikau, Klostermansfeld, Köchstedt, Köthen, Krumpa, Leipzig, Magdeburg, Merseburg, Muldenstein, Oranienbaum, Ostrau, Pouch, Prora (Insel Rügen), Querfurt, Radebeul, Röblingen am See, Rothenburg an der Saale, Salzmünde, Sangerhausen, Schafstädt, Schraplau, Schierke, Schkeuditz, Schönebeck, Teutschenthal, Wansleben am See, Weißenfels, Wüsteneutzsch, Zeitz

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Könnern (Salzlandkreis)

Malzfabrik

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Im Herbst 2011 war das Objekt teilweise abgerissen, aber an den verbliebenen großen Ziegelbauten war die Aufschrift "Malzfabrik Könnern Könnern - Saale" noch gut zu erkennen. Traurige Reste erinnern an die einstige Aktienmalzfabrik Könnern, die 1871 ihren Betrieb aufnahm.

Im Geschäftsjahr 1941/42 erzielte die Fabrik einen Überschuss von 627.427 Reichsmark. Der Erlös verringerte sich im Laufe des Krieges weiter wegen der Produktionseinschränkungen. 1939/40 hatte der Rohüberschuss noch 0,9 Millionen Reichsmark betragen. 1933/34 hatte der Rohgewinn gar bei 1,26 Millionen Euro gelegen. Die sich ständig verschlechternden Bilanzen wurden seitens des Unternehmens auch mit der "Preisschleuderei auf dem Malzmarkt" erklärt.

Im Aufsichtsrat der AG saßen auch zwei Hallenser: Rudolf Steckner und sogar als stellvertretender Vorsitzender Walther Flakowski (Geschäftsinhaber des Halleschen Bankvereins K.G. a.A.). Den Vorsitz hatte Franz Heinrich aus Könnern.

Veranstaltungsort für die ordentliche Generalversammlung war beispielsweise am 3. Dezember 1935 das Hotel "Stadt Hamburg" zu Halle (Saale). In dem Jahr wurde mehr produziert, aber weniger abgesetzt. Der Jahresgewinn lag bei 122.475 Reichsmark.

Turmwindmühle holländischer Bauart

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Am Ortsrand von Könnern steht linker Hand an der B6 in Richtung Halle Saale der Rest einer Turmwindmühle holländischer Bauart. mehr 1, mehr 2 mehr 3

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