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Artefakte - Welt von gestern in der Region Halle Saale
Fotos: Martin Schramme / Urheberschutz / keine Verwendung ohne Nachfrage!
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letzte Änderung am 16.03.2012

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Die Region Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt war einst - neben dem Ruhrgebiet - die Industrieregion des Deutschen Reiches. Wegen der vergleichsweise langsamen Modernisierung der Anlagen und der niedrigen Reinvestitionsquote sowie der im internationalen Maßstab mittelmäßigen Arbeitsproduktivität in der DDR (1949-1990) blieben die Großbetriebe oft inklusive ihrer technischen Anlagen aus den 1920er und 1930er Jahren bis 1990 erhalten. Der massive Umbruch seit der Angliederung der DDR an die Bundesrepublik Deutschland hat aus verschiedenen Gründen die massenhafte Stilllegung dieser DDR-Wirtschaftsbetriebe bewirkt. So sind die Industriebrachen zahlreich. Wie Zeugnisse aus einer anderen Zeit stehen sie herum und verfallen und noch immer sind die Bestände beachtlich, wenn man bedenkt, dass viele Anlagen bereits abgerissen wurden (Stand: 03.2010). Neben vielen traurigen Beispielen gibt es hier und da aber auch Hoffnung und Vereine und Initiativen, die die Rettung alter Bauwerke vorantreiben. Doch es gibt noch viel zu tun, vor allem in Zeitz.

Ortsliste

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Halle I, Halle II

Allstedt, Angersdorf, Arendsee, Aschersleben, Bernburg, Bitterfeld, Dessau, Eisleben, Erdeborn, Etzdorf, Gerbstedt, Harz, Helbra, Hettstedt, Hohenthurm, Holleben, Johannashall, Klobikau, Klostermansfeld, Köchstedt, Köthen, Könnern, Krumpa, Leipzig, Magdeburg, Merseburg, Muldenstein, Oranienbaum, Ostrau, Pouch, Prora (Insel Rügen), Querfurt, Radebeul, Röblingen am See, Rothenburg an der Saale, Salzmünde, Sangerhausen, Schafstädt, Schraplau, Schierke, Schkeuditz, Schönebeck, Teutschenthal, Wansleben am See, Weißenfels, Wüsteneutzsch, Zeitz

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Bergbau im Mansfelder Land

Dresden

König-Georg-Kaserne (Stauffenberg-Allee)

Foto: Martin Schramme die König-Georg-Kaserne in der Stauffenberg-Allee in Dresden-Albertstadt
Foto: Martin Schramme Der Giebel zeigt das Baujahr der Kaserne: 1900-1901.
Foto: Martin Schramme

Die König-Georg-Kaserne wurde 1900/1901 im Tudorstil in Dresden-Albertstadt erbaut. Zunächst war an der ein Jahr später in König-Georg-Allee umbenannten Straße das Regiment Nr. 48 der 4. Königlich-Sächsischen Feldartillerie untergebracht. Später zogen die Reichswehr (nach dem 1. Weltkrieg), die Wehrmacht (1933-1945), die Rote Armee (nach dem 2. Weltkrieg) und schließlich Bereitschafts- und Volkspolizei ein. Das seit 1991 leerstehende Gebäude in der Stauffenberg-Allee (zu DDR-Zeiten seit 1950 Kurt-Fischer-Allee) soll saniert und vom Polizeizentrum des Freistaats Sachsen sowie von der Polizeidirektion "Oberes Elbtal/Osterzgebirge" genutzt werden.
Die Kaserne befindet sich in der Albertstadt und damit in der einst größten Kasernenanlage in Deutschland. Die ersten Teile des riesigen militärischen Komplexes wurden 1877 übergeben. Auslöser für die Verlagerung der Truppenteile an den Stadtrand war das enorme Wachstum Dresdens und der Bedarf an Wohnungen.

DDR-Wandbild "Weg der roten Fahne" am Kulturpalast (im Volksmund kurz "Kulti")

Wandbild "Weg der roten Fahne" vom Kollektiv Gerhard Bondzin / Foto: Martin Schramme / 2010 Wandbild "Weg der roten Fahne" vom Kollektiv Gerhard Bondzin

Das Wandbild am 1969 eröffneten Kulturpalast in Dresden (im Volksmund auch "Kulti") trägt den Titel "Weg der roten Fahne". Gefertigt wurde das Bild im Stil des sozialistischen Realismus von einem Kollektiv um den Maler Gerhard Bondzin. Es besteht aus 560 mit Glassplittern besetzten Betonplatten. Der Kulturpalast und das Wandbild wurden inzwischen saniert und stehen unter Denkmalschutz.
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