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Artefakte - Welt von gestern in der Region Halle Saale
Fotos: Martin Schramme / Urheberschutz / keine Verwendung ohne Nachfrage!
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letzte Änderung am 15.10.2011

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Die Region Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt war einst - neben dem Ruhrgebiet - die Industrieregion des Deutschen Reiches. Wegen der vergleichsweise langsamen Modernisierung der Anlagen und der niedrigen Reinvestitionsquote sowie der im internationalen Maßstab mittelmäßigen Arbeitsproduktivität in der DDR (1949-1990) blieben die Großbetriebe oft inklusive ihrer technischen Anlagen aus den 1920er und 1930er Jahren bis 1990 erhalten. Der massive Umbruch seit der Angliederung der DDR an die Bundesrepublik Deutschland hat aus verschiedenen Gründen die massenhafte Stilllegung dieser DDR-Wirtschaftsbetriebe bewirkt. So sind die Industriebrachen zahlreich. Wie Zeugnisse aus einer anderen Zeit stehen sie herum und verfallen und noch immer sind die Bestände beachtlich, wenn man bedenkt, dass viele Anlagen bereits abgerissen wurden (Stand: 08.2010). Neben vielen traurigen Beispielen gibt es hier und da aber auch Hoffnung und Vereine und Initiativen, die die Rettung alter Bauwerke vorantreiben. Doch es gibt noch viel zu tun, vor allem in Zeitz.

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Artefakte-Legende: Allstedt, Angersdorf, Artern, Aschersleben, Bernburg, Bitterfeld, Dessau, Dresden, Eisleben, Erdeborn, Etzdorf, Gerbstedt, Halle, Harz, Helbra, Hettstedt, Hohenthurm, Holleben, Johannashall, Klobikau, Klostermansfeld, Köchstedt, Köthen, Könnern, Krumpa, Leipzig, Magdeburg, Merseburg, Muldenstein, Oranienbaum, Ostrau, Pouch, Prora (Insel Rügen), Querfurt, Radebeul, Röblingen am See, Rothenburg an der Saale, Salzmünde, Sangerhausen, Schafstädt, Schraplau, Schierke, Schkeuditz, Schönebeck, Teutschenthal, Wansleben am See, Weißenfels, Wüsteneutzsch, Zeitz

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Bergbau im Mansfelder Land

Arendsee (Luftkurort in der Altmark, Sachsen-Anhalt)

FDGB-Erholungsheim "Waldheim" | Reichs-Stahlhelm-Heim | Kurhotel "Waldheim" | Lazarett

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme
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Bild 1: Das historische Gebäude des Kurhotels "Waldheim" in Arendsee (Altmark).
Bild 2: Erker im Altbau des Waldheim-Komplexes.
Bild 3: Das Waldheim in Arendsee: 20er-Jahre-Altbau links und fünfgeschossiger 70er-Jahre-Neubau rechts.
Bild 4: Auch auf dem Gelände des Waldheim-Komplexes: Komfortable Urlauber-"Villen" mit Tiefgarage.
Bild 5: Eintrittskarte für die Sauna, 3 Mark

Das Waldheim ist um 1930 als Kurhotel "Waldheim" entstanden. Von 1937 bis 1945 war es ein Reichs-Stahlhelm-Heim, in der DDR FDGB-Ferienheim. Nach der politischen Wende wurde das Haus 1993 geschlossen. In der Folgezeit gab es etliche Interessenten. Unter anderem soll Volkswagen sechs Millionen Mark geboten haben. Ende 2008 wurde amtlich bekannt gemacht, dass auf dem Gelände des Waldheimes eine Kristallkur- und Gradiertherme realisiert werden soll. Im August 2010 war außer Verfall nichts von größeren Bauvorhaben zu sehen.

Rasenwalze vom LBH VVB Werk Barth

Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme

Bild 1: DDR-Rasenwalze in Arendsee gegenüber des Weges "Am Walde": Gut zu erkennen ist die Aufschrift "LBH VVB Werk Barth"

Diese Walze stand im August 2010 am Weg "Am Walde" in Arendsee unweit des ehemaligen FDGB-Ferienobjekts "Waldheim". Auf dem Stahlkoloss war deutlich zu lesen: LBH VVB Werk Barth. LBH steht für Land-, Bau- und Holzbearbeitungsmaschinen. VVB ist die Abkürzung für Vereinigungen Volkseigener Betriebe (in der Deutschen Demokratischen Republik = DDR). Die VVB wurde 1948 gegründet. Für den Landmaschinenbau wurde im gleichen Jahr der VVB LBH als zentrales Leitungsorgan gebildet. Dazu gehörte seit den 50er Jahren auch der VEB Landmaschinenbau Barth, der von 1948 bis 1970 in Barth (Ort an der Ostsee unterhalb der Halbinsel Darß) bestand. Historischer Vorläufer war die Landmaschinenfabrik Barth (1872). Ab 1970 erfolgte in Barth eine Umorientierung auf den Schiffsbau (VEB Schiffsanlagenbau Barth).

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