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Wirtschaft in Halle Saale - von der Salzstadt zur Händelstadt der Wissenschaft letzte Aktualisierung der Seite: 16.12.2011
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Biotechnologie
ACGT ProGenomics AG (Proteintechnologie) Energiewirtschaft
envia M (Stromversorger) Industrie
ABB Transformatoren GmbH Kurier- und Versanddienste in Halle
Seit dem Ende der Staatspost und dem Ende des Monopols der Deutschen (Bundes)Post sind die privaten Kurierdienste
wie Pilze aus dem Boden geschossen. Auch in Halle bietet sich ein buntes Bild. Die Kuriere transportieren
Briefe, Pakete und andere Güter.
City Brief Kurier Lebensmittelbranche
Coca Cola (Getränke) Logistik
DHL Multimedia-Firmen
Dell in Halle (Call Center) Verkehr
Aeropark Oppin Immobilien- und Wohnungswirtschaft
A1 Immobilien Existenzgründer-Einrichtungen Wirtschaftsforschungseinrichtungen
Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Innovationspreisträger Scil Proteins (2011) sonstige Wirtschaft in Sachsen-Anhalt
Investforum Sachsen-Anhalt
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Halles Wirtschaftsgeschichte
Salzstadt: Halle wurde wegen diverser Salzfunde östlich der Saale gegründet, wuchs mit dem Salz zu einer stolzen Stadt und kam während des Mittelalters durch das Salzsieden zu Reichtum. Der Preis dafür war die völlige Abholzung der Wälder in Halles Umland. Die Heide, Halles Stadtwald, ist eigentlich kein (natürlicher) Wald, sondern ein Forst, wo Monokulturen wie die Kiefer überwiegen. Kohle: Im Zeitalter der Industrialisierung profitierte Halle Saale von der zentralen Lage im Deutschen Reich und den Braunkohlevorkommen im Stadtgebiet und im unmittelbaren Umland. Im nahen Amsdorf wurde gar weltweit einmalige Wachskohle gefunden, die bis heute zu Montanwachs verarbeitet wird (Romonta). Im Raum Löbejün (Norden), Wettin und Rothenburg (Nordwesten) wurde sogar Steinkohle abgebaut. Kaolin (Porzellanerde): Auch Porzellanerde wurde gefunden. Das Kaolin etwa aus Salzmünde (Westen) ging mehrheitlich an die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM). Eisenbahnknoten: Beim Ausbau der Eisenbahn gehörte Halle Saale zu einer der ersten angeschlossenen Städte im Deutschen Kaiserreich. Nicht zuletzt durch das Engagement des halleschen Unternehmers Ludwig Wucherer wurde die Stadt einem bedeutenden Eisenbahnknoten. Industriestadt: In der Gründerzeit (Ende 19. Jahrhundert) explodierte Halle als Industriestadt. In einem rasanten Tempo entstanden Ziegeleien, Zuckerfabriken, Brauereien und Maschinenbau-Unternehmen (Pumpenwerk, Maschinenfabrik, Waggonbau). Chemiestadt: Anfang des 20. Jahrhunderts war Halle endgültig zur Industriestadt geworden. Seit dem ersten Weltkrieg entwickelte sich die Stadt an der Saale zur Chemiestadt. Das Chemiewerk Leuna wurde während des Ersten Weltkriegs gegründet zur Giftgasproduktion (war bis 1945 IG Farben) 1936 kam das Chemiewerk Buna in Schkopau hinzu. Für die Rüstungsindustrie wurde vorrangig synthetischer Kautschuk (Buna = Abk. für die Ausgangsstoffe Butadien und Natrium) hergestellt. Im Zweiten Weltkrieg bauten die Nazis in Halle-Ammendorf eine Giftgasanlage (Orgacid). Dabei blieb es bis zum Ende der DDR und der politischen Wende 1989. Medienstadt: Von der beispiellosen De-Industrialisierung Anfang der 1990er Jahre hat sich Halle bis heute nicht erholt. Jetzt liegen Halles Hoffnungen auf den (jungen) Medien und der altehrwürdigen Universität. Mit dem mdr-Sitz, dem Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) und dem "Studio Halle" an der Spitze sowie dem forward2business-Kongress kann Halle sieben Jahre später als Sachsen-Anhalts Medienstadt gelten. Vor allem die Filmbranche hat zunehmend Gefallen gefunden an Halles historischen Kulissen und der Mischung aus kleinpariser und morbidem Charme. Etliche Fortsetzungen der Krimiserie "Polizeiruf 110" wurden bereits in Halle gedreht. Aufsehen erregte auch der Nachbau der Berliner Mauer Anfang 2009 am Maritim-Hotel Halle für den Kinofilm "Liebe Mauer". mehr Metropolregion Mitteldeutschland: Die Bemühungen, die Region Halle-Leipzig zum Logistik-Cluster auszubauen, zeigen erste Früchte. DHL und Rossmann sind zwei prominente Ansiedlungsbeispiele. Halle versteht sich als Teil der Metropolregion Mitteldeutschland (ehemals Sachsendreieck) in der zwischen drei und vier Millionen Menschen leben. Allerdings kritisiert Halle die Bezeichnung Sachsendreieck als namentlich auf Sachsen bezogen (Halle liegt in Sachsen-Anhalt) und zieht - wie die Landesregierung in Magdeburg - den Begriff "Mitteldeutschland" vor. |
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