Natur: Grüne Stadt mit blauem Band
letzte Aktualisierung: 09.10.2010

Grün
Halle ist eine grüne Stadt. Grünster Stadtteil ist Halle-Neustadt mit mehr als 26 Prozent Grünfläche. Halles Umgebung ist hingegen sehr baumarm. In den vergangenen Jahrhunderten wurden große Mengen Holz aus dem Umland für die Salzgewinnung in der Saline verheizt.
Halles größtes Waldgebiet die Dölauer Heide, ein 658 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet. Sie wurde seit dem Mittelalter als Holzeinschlagsgebiet vor allem für Bauzwecke und den Salinebetrieb genutzt. Geprägt ist das Areal zudem durch jahrhundertelangen Braun- und Steinkohlenabbau.
Zahlreiche Parkanlagen (Pestalozzipark, Südpark, Amtsgarten, Reichhardts Garten) in Halles Stadtgebiet laden zum Verweilen ein. Der drei Hektar große Reichhardts Garten im Stadtteil Giebichenstein wurde 1794 von J.F. Reichardt als englischer Garten angelegt. Seit 2002 erblüht wieder die "Blaue Blume der Romantik". Reichardts Garten gehört zum Netzwerk "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt". Sehenswert ist auch der Botanische Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Lehr- und Forschungssammlung in der Großen Wallstraße existiert seit mehr als 300 Jahren. Heute umfasst sie 4,5 Hektar Freiland und 3000 Quadratmeter Gewächshausfläche. 12.000 Pflanzenarten werden dort kultiviert und wissenschaftlich untersucht.

Sehenswertes Grün gibt es auch in Halles näherer Umgebung trotz der allgemeinen Waldarmut der Region. So lohnt sich immer ein Spaziergang am Petersberg (schöner Rundblick, Kirche & Kloster, Tierpark) oder durch den mehr als 200 Jahre alten Schlosspark in Dieskau.

Landschaftsprägend in Halle/Saale ist die Saale. Aus Franken und Thüringen kommend umspült sie im Stadtgebiet vier bewaldete Inseln: die 41 Hektar große Rabeninsel, die 10.9 Hektar großen Pulverweiden, die viel besuchte Peißnitz-Insel und den Angerwerder. Die Inseln sind Teil einer wertvollen und partiell unter Schutz stehenden Auenlandschaft.

Blau
Halle hat zahlreiche Gewässer mit einer Gesamtfläche von mehr als 600 Hektar. Die Saale ist der wichtigste Fluss. Sie fließt auf 25 Kilometer Länge durch das Stadtgebiet. Das hallesche Saaletal umfässt eine wertvolle Auenlandschaft und beeindruckende Felsformationen (Heinefelsen, Amselgrund, Giebichenstein, Klausberge, Ochsenberg), die dem Besucher fantastische Aussichtspunkte bieten. Der unmittelbare Saale-Zufluss, die Weiße Elster, begrenzt die Stadt im Süden.
Halle hat zahlreiche Seen, die mehrheitlich Relikte des Braunkohle-Bergbaus sind. Der größte der künstlichen Seen ist der Hufeisensee mit einer Fläche von mehr als 73 Hektar.

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